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Dr Quaschning in Nürtingen

Im April 18: Klimastörung: Wie würden unsere Enkel entscheiden?

Dr. Volker Quaschning, Prof. für Erneuerbare Energien in Berlin, gab Antworten auf die Frage, was sich für einen erfolgreichen Klimaschutz ändern muss.
Wer den mitreißenden Vortrag von Professor Volker Quaschning in der vollbesetzten Kreuzkirche gehört hat, kam anschließend nicht umhin, sich diese Frage zu stellen. Immerhin seien wir, wie auch Barak Obama betont, nicht nur die erste Generation, welche die Klimastörung zu spüren bekommt, sondern auch die letzte Generation, die seine Stärke auf ein erträgliches Maß begrenzen kann. Bevor Volker Quaschning in die (energetische) Zukunft blickte, nahm er die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine Reise in das Berlin, wie es während der letzten Eiszeit aussah. Das Brandenburger Tor hätte damals auf dickem Gletschereis errichtet werden müssen. Dass von diesem Eis heute nichts mehr übrig geblieben ist, beruht allein auf der Tatsache, dass sich die Erde nach der bisher letzten Eiszeit um etwa dreieinhalb Grad erwärmt hat. Seit einigen tausend Jahren sei das Klima ausgewöhnlich stabil geblieben, so dass sich auf dem ehemaligen Gletschergrund ertragreiche Böden und eine leistungsfähige Landwirtschaft entwickeln konnten. Diese Stabilität des Klimas ist nicht nur die Grundlage für die Entstehung der Großstadt Berlin, sondern auch für unsere hochentwickelte Zivilisation.
Der geringe Unterschied von nur dreieinhalb Grad Celsius machte den Zuhörern deutlich was es bedeutet, dass sich die Erde nun innerhalb von nur 150 Jahren um mehr als ein Grad zusätzlich erwärmt hat. Dass weitere zwei Grad Erwärmung die Welt drastisch verändern würden, begreife sogar ein achtjähriges Kind. Schon heute verschwinden die Gebirgsgletscher, die unsere Flüsse speisen. „Unsere Erde hat Fieber!“, sagte Quaschning. Derart schnelle Klimaänderungen gab es selten und veränderten das Leben auf der Erde enorm. Während der Eiszeit war der Meeresspiegel so niedrig, dass man trockenen Fußes von Berlin nach London gehen konnte. „Sollte das Grönlandeis abschmelzen, würde der Meeresspiegel weltweit um 7 Meter ansteigen und ein Drittel der Menschheit lebt in Küstennähe. Die Lebenserwartung unserer Kinder geht bis zu einem Zeitpunkt, an dem der Meeresspiegel schon um 2 Meter ansteigt.“ Wie also würden unsere Enkel entscheiden, wenn sie schon heute mitbestimmen könnten?
Das Leben in einer so veränderten Welt werde ein ganz anderes sein. Mit drastischen Szenarien wie diesen zeichnete Prof. Dr. Quaschning ein düsteres Bild von der Zukunft, die uns erwartet, wenn wir jetzt nicht handeln. Keine der anderen aktuellen Herausforderungen auf unserem Planeten sei mit der Herausforderung der Klimastörung vergleichbar: „Extreme Wetterereignisse fordern schon heute viele tausend Tote. Vor Klimaveränderungen flüchten doppelt so viele Menschen wie vor Kriegen. Wie hoch müssten die Mauern sein, die wir bauen, um Menschen aufzuhalten, die vor dem Verhungern fliehen?“
Die Aufgabe des Klimaschutzes könne gemeistert werden, wenn wir das Nötige tun. Doch dazu brauche es in Deutschland einen rapiden Ausbau der erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2040. Nur so könne das Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens, den Temperaturanstieg auf 1,5°C zu begrenzen, erreicht werden. Allerdings müssten die politischen und gesellschaftlichen Weichen dafür viel besser gestellt werden. China mache vor, was technisch möglich sei, wenn der unbedingte politische Wille vorhanden ist – im Jahr 2016 baute das Land so viel Fotovoltaikkapazität wie Deutschland in den gesamten letzten 30 Jahren zusammen.
Die Erfolgsmeldungen der deutschen Bundesregierung in Sachen Klimaschutz entlarvte Dr. Quaschning dagegen als Mogelpackung, denn die als Klimafrevler verrufenen US-Amerikaner hätten tatsächlich eine größere prozentuale Verringerung beim Kohlendioxidausstoß erreicht als Deutschland im gleichen Zeitraum.
Die Skepsis des Publikums, das auf Nachfrage bezweifelte, dass ein ausreichend schneller Umbau in dem gegenwärtigen politischen und gesellschaftlichen Klima überhaupt möglich sei, teilte Professor Quaschning nicht. Die Menschheit habe große Anstrengungen unternommen auf dem Mond zu landen, wieso sollte sie dies dann nicht auch tun, um die Zukunft unserer Kinder und Enkel zu ermöglichen?
Kreuzkirche DiskussionsrundeWie wir dieses Ziel erreichen können, erläuterte Quaschning anhand von verschiedenen Szenarien, die Wind-, Bio- und Solarenergie im Bereich Wohnen und Mobilität intelligent und effizient einsetzen. Dies bringe auch beachtliche wirtschaftliche Chancen mit sich. Denn wieso sollten wir Geld in den umweltschädlichen Abbau von Erdöl und Erdgas in Ländern investieren, die unter diesen Umweltverwüstungen zu leiden haben, wenn wir es vor unserer Haustür gewinnbringend und nachhaltig anlegen und so die regionale Wirtschaft stärken können? Warum sollten wir nicht zugleich unabhängig von unberechenbaren Energiepreisschwankungen auf dem Weltmarkt werden wollen?
An den inspirierenden Vortrag schloss sich eine, von Thomas Kleiser, Klimaschutzmanager der Stadt Nürtingen moderierte Podiumsdiskussion mit zwei Kuratoriumsmitgliedern der Stiftung ÖKOWATT Nürtingen und Prof. Dr. Quaschning an. Rainer Reichhold, Präsident der Handwerkskammer Region Stuttgart und Otmar Braune vom BUND Nürtingen waren sich mit Professor Quaschning einig: Wenn man die Risiken des Klimawandels auf der einen Seite und die Chancen der Energiewende auf der anderen Seite betrachte, sei es schlicht unvernünftig, jetzt nicht zu handeln. Dafür bräuchten wir in Deutschland einen Abbau von Hemmnissen und Erleichterungen bei der bürokratischen Abwicklung von Klimaschutzmaßnahmen. Regelungen und Förderprogramme müssten übersichtlicher, verständlicher, klarer und einheitlicher werden. Die Abgabe von Kohlendioxid in die Erdatmosphäre, die unermessliche Schäden zur Folge habe, müsse endlich einen angemessen Preis bekommen. Durch eine solche Verschmutzungsabgabe würden sich Klimaschutzinvestitionen viel schneller rechnen. Dies bringe Planungssicherheit für Bürger und Unternehmen und sind daher unverzichtbar.
Dann stünde auch einem erfolgreichen Klimaschutz nichts mehr im Wege.

Fotos und Text, R. Kostrewa Stiftung ÖKOWATT
altbau sanierungsmobil Nürtingen

Im April 18: Gut saniert in die Zukunft

Stiftung Ökowatt holt Sanierung(s)mobil der Stiftung ZukunftAltbau nach Nürtingen
Am Samstag, den 21. April, stand das Sanierung(s)mobil der Stiftung "ZukunftAltbau" von 9 bis 16 Uhr vor dem Nürtinger Rathaus und konnte im Rahmen der Energietage von Besuchern ausgiebig erforscht werden.
Verschiedene Auslagen erörterten Themenschwerpunkten rund ums Sanieren, unterschiedliche Dämmstoffe konnten angefasst und geprüft werden, deren Anwendungen auf großen Displays im Detail aufgezeigt wurden. Wem das nicht reichte, der konnte seine Fragen im Detail mit den eigens angereisten unabhängigen Energieberatern Nils Nesper und Ulrich Schimpf von der PATAVO GmbH aus Pliezhausen erörtern.
Sanierungsmobil Ausstellung in NürtingenDie beiden Berater zogen ein positives Fazit der Veranstaltung – es gab viele gute, intensive Gespräche. Als Hauptthemen kristallisierten sich Mieterstrom, Heizungstausch und –technik, Maßnahmen an der Gebäudehülle und die Frage nach Fördermitteln heraus. Viele der Besucher kamen mit konkreten Fragen zu ihren Objekten und waren mit ihren Beratungen sehr zufrieden.
Die Stiftung ÖKOWATT Nürtingen, die Energieagentur des Landkreis Esslingen und der Klimaschutzmanager der Stadt Nürtingen, Thomas Kleiser, waren mit weiteren Infomaterialien für Gespräche vor Ort.
Weitere Infos und Termine: Pfeil Icon www.zukunftaltbau.de

Fotos und Text, R. Kostrewa Stiftung ÖKOWATT,
Bild unten: Die Energieberater Ulrich Schimpf und Nils Nesper im Gespräch mit Bürgern

14. - 25. April 18: Energietage Nürtingen

Das Motto "20 Jahre Vision Solarstadt Nürtingen - Die Zukunft wird Realität" verdeutlicht, dass Klimaschutz vor Ort durch viele Aktivitäten und Kooperation aller Akteure möglich ist. Eine Veranstaltungsreihe zu den Themen "Erneuerbare Energien, Energiewende, Klimaschutz und Nachhaltigkeit.

Pdf-Icon Flyer als Pdf-Datei.

Renault Zoe für Diakonie Nürtingen

Im März 18: Besser als gedacht

E-Auto Förderung der Stiftung ÖKOWATT Nürtingen Anfänglich hatte Jochen Schnizler, der Geschäftsführer der Diakoniestation Nürtingen gGmbH, Bedenken, sich auf ein E-Auto einzulassen. Als ÖKOWATT-Kunde der Stadtwerke und somit Förderer der Stiftungsarbeit, ging die Stiftung ÖKOWATT Mitte 2017 auf die Diakonie zu, um sie für ihr E-Mobilität Leuchtturmprojekt zu gewinnen – die Nutzung eines Elektroautos für ihre tägliche Arbeit, um so E-Mobilität in Nürtingen sichtbar zu machen und auch etwas von dem „nicht-praktikabel“ Vorurteil zu nehmen. Der Pflegedienst eignet sich hervorragend für den Einsatz von E-Autos, da viele innerstädtische Kurzstrecken per Auto zu bewältigen sind, diese aber in der Regel 50 km am Tag nicht überschreiten.
Seit Ende Januar fahren jetzt die Diakoniemitarbeiter Nürtingens mit einem leisen, klimafreundlichen Renaut Zoe durch die Stadt. Klimafreundlich, weil die Autos durch den „grünen“ ÖKOWATT-Strom CO2-frei betrieben werden und außerdem zur Reduzierung der innerstädtische CO2- und Stickoxidbelastung beitragen.
„Besser als gedacht, ist das E-Auto“, da sind sich Herr Schnizler und seinen Kollegen und Kolleginnen einig. So viel besser sogar, dass das nächste Auto der insgesamt 30-Auto starken Flotte auch wieder ein E-Auto sein soll. Die anfänglichen Bedenken wegen der ungewohnten Automatik und der unbekannten Ausstattung der Elektroautos verflogen schnell. Inzwischen ist der geleaste Zoe das beliebteste Auto in der Flotte und ist täglich von 6 bis 22 Uhr im Einsatz.

Aufkleber von Ökowatt co2 frei mit

Das freut Oberbürgermeister Otmar Heirich, der bei der offiziellen Auto-Übergabe am 7. März 2018 dabei war, „dass jetzt die Diakoniemitarbeiterinnen fahrend Werbung für die E-Mobilität in Nürtingen machen.“ Und nicht nur machen sie Werbung für die E-Mobilität in Nürtingen, manche der Mitarbeiter sind so angetan von dem Zoe, dass sie sich auch inzwischen privat für ein E-Auto begeistern können.
Aufgeladen wird das E-Auto an der eigens installierten Wallbox im Hof der Diakonie. Die Anschaffung der Ladestation aus den Fördermitteln der Stiftung ÖKOWATT war nicht billig, belief sich auf 6000 € inklusive der Installation und Sicherungen, aber es werden in Zukunft bis zu vier Elektroautos dort geladen werden können. Die ÖKOWATT-Förderung überbrückt den Differenzbetrag zwischen der Anschaffung eines kleinen Benziners und der des E-Autos, um so die Hemmschwelle für die Anschaffung bzw. das Leasing eines E-Autos zu nehmen. Übers Jahr hinweg werden, laut Heide Berner, zweiter Vorstand der Stiftung ÖKOWATT, die Nutzungsdaten erhoben und anschließend ausgewertet werden, um eine Kosten pro Kilometer-Aufstellung zu erhalten. Auch soll ausgewertet werden, wie die kalten Wintermonate sich auf die Kilometerleistung und somit auf den praktischen Einsatz des Autos auswirken können. Die kalte Phase im Februar hat sich zumindest bei der Diakonie nicht negativ auf das Auto und dessen Nutzung ausgewirkt.
Der Klimaschutzmanager der Stadt Nürtingen, Thomas Kleiser, hat das Projekt im Namen der Stiftung in die Wege geleitet und stand der Diakonie während des anfänglichen Prozesses mit Rat und Tat zur Seite.

Bild oben, von links: Thomas Kleiser, Heide Berner, Jochen Schnizler, Otmar Heirich
Paulinenstr Nürtingen Tagestreff

Im März 18: Fotovoltaik und Speicher für den Tagestreff

Stiftung Ökowatt, Stadtwerke Nürtingen und Firma ADS-TEC haben Referenzanlage für Paulinenstraße 16 ermöglicht. Ein zukunftsweisendes Projekt, eine Fotovoltaikanlage samt Batteriespeicher, wurde gestern im Nürtinger Tagestreff vorgestellt. Es handelt sich dabei um eine Referenzanlage der Stiftung Ökowatt in Zusammenarbeit mit den Nürtinger Stadtwerken. Unterstützt wird das Projekt von der Nürtinger Firma ADS-TEC.
In der Paulinenstraße 16, im Tagestreff der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart, setzt man auf erneuerbare Energien. Ermöglicht haben dies auf Anregung von Klaus Seeger, der sich seit Jahren für erneuerbare Energien engagiert, die Stiftung Ökowatt Nürtingen in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken. Schon im September wurde die Fotovoltaik-Anlage mit 5,3 kWp auf dem Dach des Tagestreffs installiert. Um die gewonnene Energie sinnvoll einzusetzen wurde im Keller ein Batteriespeicher der Nürtinger Firma ADS-TEC mit 5,8 kWp Speicherkapazität installiert. In der Batterie wird selbsterzeugter, überschüssiger Solarstrom, der tagesaktuell nicht benötigt wird, gespeichert und dann bereitgestellt, wenn draußen die Sonne nicht scheint.

ADS-tec Speicher im Keller

Zur offiziellen Inbetriebnahme der Anlage trafen sich gestern alle Beteiligten im Tagestreff. Für Professor Dr. Jürgen Armbruster, Vorstandsmitglied der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart, ist die Installation der Anlage ein weiteres Beispiel für die große Verbundenheit der Nürtinger mit dem Tagestreff. Seit 2011 ist das Haus in der Paulinenstraße 16 eine wichtige Adresse für arme Menschen, die dort in vielfältiger Weise Hilfe erfahren. Ganz wesentlicher Bestandteil der Einrichtung sind auch die zahlreichen Ehrenamtlichen, die ein Herz für die Menschen am Rande der Gesellschaft zeigen. Professor Dr. Armbruster dankte auch im Namen von Iris Maier-Strecker, der Leiterin des Tagestreffs, die gestern leider verhindert war.
Klaus Seeger, Projektbetreuer der Anlage im Tagestreff, nutzte die Gelegenheit, um aufzuzeigen, wie sinnvoll die Investition ist. „An einem sonnigen Tag im Februar lag der Direktverbrauch bei 43 Prozent, 20,5 Prozent des Stroms wurden aus dem Batteriespeicher bezogen. Damit lag die Eigennutzung bei 63,5 Prozent“, freut sich Klaus Seeger. Er hat die Anlage zu Hause am Computer im Blick und kann abrufen, wie viel Energie produziert wird, wie hoch der Verbrauch ist und wie viel Energie in der Batterie abgespeichert wird. Die Ertragsdaten werden jährlich ausgewertet. In Nürtingen ist es das erste Projekt dieser Art für eine gemeinnützige Organisation.
Für die Stiftung Ökowatt, so Stiftungsvorstand Gerhard Schwenk, sei die Fotovoltaikanlage samt Batteriespeicher eine „Win-win-Situation“. Die Referenzanlage habe man auch mit dem Ziel installiert, Erfahrungen zu sammeln und diese Technik in die Wirtschaftlichkeit zu führen und den Umwelt- und Klimaschutz in Nürtingen zu fördern.
Dass man mit ADS-TEC einen Partner vor Ort habe, sei geradezu ideal, betonte Stadtwerke-Geschäftsführer Klaußer. „Wir sammeln seit 2014 Erfahrung mit Speichern," zeigte Klaußer auf, dass es die Stadtwerke in Sachen Energiewende nicht bei Lippenbekenntnissen belassen wollen. Die Stadtwerke vertreiben seit mehr als drei Jahren Einzelsysteme und Komplettlösungen. Klaußer ist überzeugt, dass noch größere Investitionen in die Speichertechnik notwendig seien. Denn wer auf die E-Mobilität setze, müsse auch in Spitzenzeiten, beispielsweise am Freitagnachmittag oder am Sonntag, wenn in den Wohngebieten die Elektroautos an die Steckdose gehen, ausreichend Energie zur Verfügung stellen. Das sieht OB Heirich genau so. Die Stadt werde das Thema Elektromobilität und Speicherkapazitäten auch in den Neubaugebieten in den Focus nehmen.
„Ein Speicher aus Nürtingen für Nürtingen“, freut sich Valentin Wenzel, Vertreter der Firma ADS-TEC.

Bild oben: Auf dem Dach des Nürtinger Tagestreffs in der Paulinenstraße wurde im letzten Jahr eine Fotovoltaikanlage installiert. Gestern präsentierten die Beteiligten das Gesamtprojekt. Von links: Klaus Seeger, Gerhard Schwenk, Oberbürgermeister Heirich, Valentin Wenzel, Professor Dr. Jürgen Armbruster und Stadtwerke-Geschäftsführer Volkmar Klaußer.
2. Bild: OB Heirich, Professor Dr. Jürgen Armbruster (links), EVA-Vorstandsmitglied, und Valentin Wenzel, rechts von ADS-TEC schauen sich den Batteriespeicher im Keller an.
Fotos und Text, Anneliese Lieb, Nürtinger Zeitung
Stromspeicher Papenheim Nürtingen

Im Februar 18: Solarstrom im Roßdorf

Erster Ökowatt-geförderter Stromspeicher in Betrieb.
Eine PV-Anlage auf dem Dach, ein Batteriespeicher in der Größe eines kleinen Kühlschranks im Keller mit einem Wechselrichter an der Wand – mehr ist nicht nötig für die Stromeigenversorgung. Seit August 2017 hat Familie Papenheim mehr Energie-Unabhängigkeit und ist sehr zufrieden damit.
An dem Computer kann Herr Papenheim den Ladestand des 5,8 kWh Speichers nachverfolgen, aber nicht nur das. Im August und September deckte der eigenerzeugte PV-Strom via dem Speicher den kompletten Stromverbrauch. Ist der Speicher voll und die Sonne scheint noch, dann wird dieses Mehr an Strom ins Netz der Stadtwerke Nürtingen GmbH zu einem brutto Kilowattpreis von 15,2 ct eingespeist. Auch das kann man dann direkt am Computer sehen. In den trüben Wintermonaten überwiegt der Strombezug von den Stadtwerken, aber selbst dann wird an einem lichtgrauen Wintertag etwas PV-Strom produziert und der Speicher bis zu 1/3 geladen – genug Strom für eine Maschine Wäsche, meint Frau Papenheim.
Rechnet sich ein Speicher in Kombination mit einer PV-Anlage? Familie Papenheim ist davon überzeugt, zumal die Ökowatt-Förderung zusätzlich zu anderer Förderung beantragt werden kann. Durch die Eigenstromnutzung rechnet die Familie mit etwa 500 € Einsparungen pro Jahr. Eingebaut wurde ein Nürtinger Ads-Tec Speicher, die Stadtwerken Nürtingen GmbH begleiteten den Prozess von der anfänglichen Beratung bis hin zur Lieferung und Montage.

Paulinenstr Nürtingen Haus mit PV-Anlage

Die KfW-Förderkriterien können sich als Problem erweisen, denn es bekommt nur der einen KfW-Kredit, der ihn bis zum vollendeten 75 Lebensjahr auch zurückzahlen kann. In diesem Fall nimmt die Stiftung bei einem Förderantrag eine Einzelfallbewertung vor.

Seit Oktober ist unter anderem ein weiterer Ökowatt-geförderter Stromspeicher im Tagestreff der Paulinenstraße an der hauseigenen PV-Anlage angeschlossen und sorgt für einen erhöhten Anteil der Eigenstromnutzung dort.

Foto: Auswertung des monatlichen Stromverbrauchs im Januar 2018 – Diagramm oben Stromverbrauch, unten Stromerzeugung. (Rot: Netzbezug, orange: Batterieladung/Entladung, grün: Direktverbrauch, gelb: Netzeinspeisung) Foto: Ads-Tec Speicher (schwarz) im Keller mit Wechselrichter (gelb). Der Speicher ist nicht größer als ein kleiner Kühlschrank.

Fotos und Text, R. Kostrewa Stiftung ÖKOWATT
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